Dinkel – erfolgreich im ökologischen Landbau


Die ersten Anbauversuche mit Dinkel auf Gut Rosenkrantz in Schinkel bei Kiel begannen 1991. Heute profitiert das Gut von 14 Jahren Dinkel-Erfahrung: Auf 150 ha wird Winterdinkel angebaut. Experimentiert wird zurzeit mit Sommerdinkel.

Dinkel wächst hier auf sandigen Lehmböden zwischen 35 und 60 Bodenpunkten. Die sichersten Erträge liefern homogene Böden mit guter Wasserversorgung



Dinkel passt hervorragend in die Fruchtfolge des ökologischen Landbaus. Auf Gut Rosenkrantz wird Winterdinkel nach Weizen in doppeltem Reihenabstand gesät. Die Flächen werden im Herbst einmal blindgestriegelt. Ein weiterer Striegelgang erfolgt Ende März. Mitte April wird mit einer Fronthacke gehackt, in Kombination mit einem Heckstriegel.

Als Untersaat hat sich Weißklee bewährt, der in einem weiteren Arbeitsgang eingestriegelt wird. Bei Winterdinkel gibt es auf Gut Rosenkrantz die besten Ergebnisse mit der reinen Dinkelsorte Franckenkorn. Sie ist standfest und gut geeignet für das schleswig-holsteinische Klima.

Ein grundsätzliches Problem bei Dinkel sind instabile Kleberwerte. Ideal sind Feuchtkleberwerte zwischen 30 und 32 Prozent. Das Ziel des Landwirts muss es deshalb sein, beste Backeigenschaften zu erreichen. Dazu ist eine optimale Nährstoffversorgung wichtig.

Gut Rosenkrantz arbeitet seit 2005 mit Sommerdinkel. Das Saatgut kommt aus Dänemark, dort hat Sommerdinkel einen Anteil von 30 Prozent an der Dinkelernte. In der Bundesrepublik wird 2006 die erste Sortenzulassung erwartet.

Weil die Nährstoffversorgung im Frühjahr günstiger ist, verspricht sich Gut Rosenkrantz von Sommerdinkel bessere Mahl- und Backqualität für ascheärmere Mehle.

Informationen über den ökologischen Dinkelanbau:
Ökolandbau/Dinkel

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